Ergotherapie

Ergotherapie in Dresden OT Schönfeld

Zertifizierte Linkshänderberatung / Zertifizierte Linkshänderberaterin Frau Nadine Oehler nach Methodik Dr. Sattler.

Schriftzug ERGO

Zertifizierte Linkshänderberatung – Was ist das?

Händigkeit ist angeboren und davon abhängig, welche Gehirnhälfte die dominante ist. Bei einem Linkshänder übernimmt die rechte und bei einem Rechtshänder die linke Gehirnhälfte die Führung. Die Händigkeit eines Kindes zeigt sich oft schon mit 2-3 Jahren bei vielen Tätigkeiten, wie z.B. Greifen, Essen, Malen und Schneiden. Wenn beim Kindergartenkind mit 4-5 Jahren immer noch ein häufiger Wechsel im Handgebrauch auffällt, sollte das Kind von spezialisierten Fachleuten angeschaut werden. Durch das ständige Wechseln entwickelt das Kind in keiner der beiden Hände eine feinmotorische Geschicklichkeit, es braucht für viele Dinge sehr lange und vermeidet häufig das Malen, was gerade für das Schreibenlernen in der ersten Klasse sehr wichtig ist. Wenn es zu einer Umschulung der Händigkeit kommt (das heißt, wenn ein Kind mit der nichtdominanten Hand Malen, Schreiben, Schneiden, Essen… lernt / lernen muss), kann es zu den verschiedensten Folgen kommen:

  • Konzentrationsstörungen
  • Gedächtnisstörungen
  • feinmotorische Störungen
  • Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
  • Rechts-Links-Unsicherheit
  • Sprachstörungen
  • Minderwertigkeitskomplexe
  • Unsicherheit
  • Zurückgezogenheit
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Bettnässen
  • Nägelkauen.

Das Beste ist, wenn es gar nicht erst dazu kommt, sondern das Kind in seiner Linkshändigkeit bestärkt und unterstützt wird. So ist das Erlernen einer optimalen Stifthaltung, Schreibhaltung und richtigen Blattlage, um mit links unverkrampft und ohne zu verwischen das Schreiben zu lernen, grundlegend für einen guten Start in der Schule. Zertifizierte Linkshänderberater sind speziell geschulte Therapeuten, die auf die Belange von linkshändigen Personen eingehen können und in den Anforderungen an eine qualitativ hochwertige und qualitätsgesicherte Arbeit mit linkshändigen Personen ausgebildet sind. Die Linkshänderberatung beinhaltet zum einen die Abklärung der Händigkeit nach Methodik Dr. J. B. Sattler, zum anderen gezielte feinmotorische Übungen für Handgelenk und Schreibfinger, das Erlernen einer optimalen Stift- und Schreibhaltung, sowie richtigen Blattlage. Es erfolgt eine Empfehlung geeigneter Arbeitsmittel, wie Füller, Schere, Spitzer, Schreibunterlagen – das alles gibt es auch für Linkshänder.

Therapieangebote für Kinder - Pädiatrie (Kinderheilkunde)

Ein großer Schwerpunkt der Praxis sind die Kinder. Die Kindergartenkinder lernen bei uns alle Fähigkeiten für die Einschulung, und wir unterstützen sie, wenn die Entwicklung mal nicht ganz so schnell geht.

Schulkindern helfen wir oft beim Lernen oder der Konzentration.

Um Nachhaltig und effektiv mit der Therapie umzugehen, sind immer die Eltern dabei. Sie lernen ihrem Kind gezielt zu helfen und im richtigen Moment richtig zu reagieren – was vor allem bei Kindern mit Ängsten, Dickköpfen oder Schüchternheit wichtig ist.

Verhaltenstherapie nach dem Intra-Act-Plus-Konzept

Das IntraActPlus-Konzept ist ein verhaltenstherapeutisch orientierter Therapie-und Interventionsansatz, der von Jansen und Streit auf der Basis von Ergebnissen der psychologischen Grundlagenforschung seit mehr als 20 Jahren ständig weiterentwickelt wird. Stärker als in der Verhaltenstherapie üblich, wird „Beziehung“ mit in die Arbeit einbezogen. Um die meist im Millisekundenbereich liegenden Signale von „Beziehung“ erfassen zu können, wurde als Besonderheit des IntraActPlus-Konzeptes die Videoarbeit perfektioniert. Das IntraActPlus-Konzept deckt den gesamten Altersbereich vom Baby über den Jugendlichen bis zum Erwachsenen ab. Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt des IntraActPlus-Konzeptes stellt die Prävention von seelischen Störungen dar.

sensorische Integrationstherapie

Die Sensorische Integrationstherapie wurde maßgeblich von der US-amerikanischen Ergotherapeutin und Psychologin A. Jean Ayres entwickelt. Neben umfangreichen, teilweise standardisierten Diagnostikverfahren bedienen sich Ergotherapeuten hauptsächlich der freien Verhaltensbeobachtung.

Ziel der Therapie ist die Verbesserung der sensorischen Integration. Mittel sind die gezielte Reizsetzung bzw. das gezielte Reizangebot z.B. durch therapeutisches Reiten.

Eine somato-sensorische Dyspraxie, also eine Einschränkung der motorischen Planungsfähigkeit, wird durch Provokation von motorischen Anpassungsleistungen verbessert.

In der Regel lässt sich der Therapeut mittels des Kindes durch die Therapie leiten, er macht Angebote aber das Kind soll durch die Aktivität die Bedeutsamkeit seines Handelns erfahren, kann die therapeutische Arbeit erfolgreich sein.

Hörverarbeitungstraining nach Warnke

Zu dem Hörverarbeitungstraining nach Warnke® gehören das Training der  Low-Level-Funktionen sowie das Lateraltraining.

1. Training der Low-Level-Funktionen nach Warnke®

Das Training der Low-Level-Funktionen der zentralen Reizverarbeitung nach Warnke beinhaltet ein komplexes und intensives Training zur Verbesserung der Grundfunktionen für ein erfolgreiches Lernen in Schule und Beruf. Es erfolgt mit dem Brain-Boy-Universal und beinhaltet Module zur Verbesserung der Hörverarbeitung, der Sehverarbeitung und der Kombination untereinander und in Verbindung mit motorischen (Bewegung) Anforderungen. Es ist eine patentierte und wissenschaftlich anerkannte Methode, um besonders Menschen mit Lese- und Rechtschreibproblemen zu helfen. Dieses Training kann aber auch jeder andere durchführen, der sich geistig fit halten möchte.

Therapeutische Wirkungen:

  • Verbesserung der Verarbeitung auditiver (gehörter) Reize
  • Verbesserung der Verarbeitung visueller (gesehener) Reize
  • Verbesserung der Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Verbesserung der Sprachdekodierung (sicheres und richtiges Verstehen von Gesagtem)
  • Verbesserung motorischer Reaktionen

Einsatzbereiche:

  •  bei Störungen der Hörverarbeitung
  •  bei Störungen der Sehverarbeitung
  •  bei Störungen des mehrspurigen Arbeitens
  •  bei Konzentrationsstörungen
  •  bei Störungen der Ausdauer
  •  bei schnellen Ermüdungserscheinungen
  •  bei unzureichender Sprachdekodierung
  •  bei verzögerten Reaktionen auf verbale Anforderungen/Aufforderungen
  •  bei deutlichen Verlangsamungen beim Diktatschreiben

Wann sollte das Low-Level-Training nach Warnke nicht angewendet werden?

Es sind keine Einschränkungen bekannt.

2. Lateraltraining

Das Lateraltraining nach Warnke ist eine Therapiemethode zur Verbesserung der Koordination der linken und rechten Gehirnhälfte (Hemisphäre). Dabei ist das akustische und das visuelle Signal wechselnd auf beiden Ohren zu hören, bzw. mit beiden Augen zu sehen. Dadurch werden beide Gehirnhälften aktiviert und deren Koordination gefördert. Die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften ist besonders für die Kurzzeitmerkfähigkeit und das logische Denken und die Lösung komplexer Aufgabenstellungen – wie z.B. das Sprechen – wichtig. Dieses Training kann mit verschiedenen Aufgaben kombiniert werden, um mehrspuriges Arbeiten – d.h. mehrere Dinge zugleich machen – zu trainieren.

Therapeutische Wirkungen:

  • Aktivierung beider Hemisphären
  • Ausbildung einer Hemisphärendominanz
  • Ausbildung der Händigkeit
  • Verbesserung der Kurzzeitmerkfähigkeit
  • Verbesserung von Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Training des mehrspurigen Arbeitens
  • Verbesserung der Schreibmotorik
  • Verbesserung oder Wiederherstellung der Sprechfähigkeit

Einsatzbereiche:

  • bei mangelnder Kurzzeitmerkfähigkeit
  • bei Wortfindungsstörungen
  • bei Sprachauffälligkeiten
  • bei noch nicht eindeutiger Händigkeit
  • bei Störungen der Schreibmotorik
  • bei mangelnder Konzentration und Aufmerksamkeit
  • nach Schlaganfall
  • nach Schädel-Hirn-Trauma und Unfällen
  • unterstützend beim Fremdspracherwerb
  • zur Verbesserung rhethorischer Fähigkeiten

Wann sollte das Lateraltraining nach Warnke nicht angewendet werden?

  • Es sind keine Einschränkungen bekannt.

http://www.meditech.de/index.php?id=40

Entspannung für Kinder

Entspannungsverfahren
Entspannungsverfahren wirken auf zwei unterschiedlichen Ebenen: der psychologischen und der physiologischen Ebene. Auf der psychologischen Ebene stellt sich bei der Durchführung eine ausgeglichene emotionale und angenehme Empfindung ein. Die Konzentrations-fähigkeit, hier besonders die Fähigkeit der selektiven Aufmerksamkeit, nimmt zu. Auf der physiologischen Ebene verringern sich Aktivitätsniveau und motorische Unruhe, ein Gefühl von Wärme und Schwere stellt sich ein. Die Atemfrequenz wird langsamer und stabilisiert sich. Unterschiedliche Verfahren zur Entspannung wie Meditation in Ruhe(Gebet) oder Bewegung(Tanz)werden seit Jahrhunderten praktiziert. Andere Verfahren sind für den therapeutischen Einsatz systematisiert worden. Sie lassen sich grob in zwei Richtungen einteilen.

Autogenes Training
Die Grundannahme des autogenen Trainings basiert auf der Erkenntnis, dass im entspannten Zustand ein Funktionsausgleich im Körper stattfindet, welcher die dem Körper innewohnenden Selbstheilungskräfte fördert (Binder und Binder 1993). Über die Meditation der formelhaften Vorsatzbildung (z.B. “Der Arm ist ganz schwer”) wird der Zustand der Entspannung willentlich herbeigeführt und durch das Wirkprinzip der operanten Konditionierung automatisiert. In der Arbeit mit Kindern werden diese Entspannungsinstruktionen häufig mit fantasievollen Vorstellungen gekoppelt, wie z.B. das ritualisierte Einsteigen in den Taucheranzug bei den Kapitän-Nemo-Geschichten (Petermann 2001). Durch das entdecken einer anderen Welt (Unterwasser, Luft- und Weltraum ect.) öffnen sich Räume für stressfreie und emotional positiv besetzte Fantasien. Vergleichbare Gefühle können durch den Einsatz von Musik erzeugt werden (Krowatschek et al. 2004). Zum Erlernen dieses intensiven Entspannungsgefühls müssen bestimmte Rahmenbedingungen unbedingt eingehalten werden:

  • definierter, immer wiederkehrender Zeitpunkt (z.B. zu Beginn einer Konzentrationsphase)
  • keine weitere Ablenkung (z.B. durch das Schließen der Augen, genügend Abstand zu anderen)
  • ruhige und entspannte Sitz- oder Liegeposition, wiederkehrende Einstiegsformel;
  • umgebungsbeschreibende, spannungsreduzierte Erzählung oder ruhige Musik
  • ritualisierte Rückholung in die Ist- Situation

Progressive Muskelrelaxation
Die Grundidee der Progressiven Muskelrelaxation besteht darin, den Patienten zu schulen, seine Muskelspannung zu erkennen, Verspannungen zu lokalisieren und sie mit Hilfe der erlernten Entspannungstechnik zu aufzulösen. Im therapeutischen Setting wird der Patient mit Hilfe von Muskelkontraktionen größerer Muskelgruppen auf den Gegensatz zwischen Anspannung und Entspannung aufmerksam gemacht. Im weiteren Verlauf der Therapie wird die Wahrnehmungsschulung immer differenzierter. Setzt der Patient die erlernte Technik im Alltag konsequent ein, wird es ihm in Stresssituationen schnell gelingen, Entspannung zu finden. (Krahmann und Haag 1987)

Unsere Ergotherapeuten/innen

Behandlungsschwerpunkte:

Entwicklungsstörungen

Das bedeutet, dass ein Kind in einem oder mehren Bereichen (grobmotorisch, feinmotorisch, kognitiv, bei Alltagshandlungen oder im sozialen Bereich) noch nicht soweit wie seine gleichaltrigen Spielgefährten ist, und der Kinderarzt auch feststellt, dass diese Schwankung nicht mehr im normalen Rahmen liegt.

Wahrnehmungsstörungen / Sensorische Integrationsstörung

Wir erforschen und lernen mit und an unserer Umwelt. So entwickeln wir uns weiter bis wir eine gestandene Persönlichkeit sind. Aber um zu begreifen was um uns geschieht, müssen wir alles richtig sehen, fühlen, hören, schmecken, ertasten können.

Es gibt Kinder die zum Beispiel alles hören können, aber die Hälfte vergessen, die Eltern werden dann häufig böse und das Kind traurig, denn auch das Spielen mit anderen macht nicht mehr so viel Spaß. Dabei hört das Ohr alles und gehen die Informationen auf dem Weg in das Gehirn verloren. Bei diesen auditiven Störungen kann die Ergotherapie gut helfen.

Wahrnehmungsstörungen betreffen aber auch das Spüren des eigenen Körpers. Was ich spüren kann, kann ich bewegen und gezielt einsetzen. Sind Sie schon einmal mit einem eingeschlafenen Fuß gelaufen?…

emotionale Auffälligkeiten

Angst, Wut und Trauer, aber auch Freude sind Emotionen, die uns im Alltag begleiten. Es ist wichtig sie zu haben, denn sie sind Grundlage für ein soziales Zusammenleben, aber sie dürfen uns nicht ständig bestimmen. Kinder müssen dies erst lernen. Manchen fällt das schwer – sie können es nicht. Therapie kann helfen diese Kinder wieder in den normalen Alltag zurückzuführen

Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen / Lernschwierigkeiten

Ganz besonders wichtig zum Lernen sind Konzentration und Ausdauer. Nur mit genauem Hinhören und Hinsehen kann ich mir etwas abschauen oder den Fehler in meinem Tun entdecken. Weniger Fehler führen zu mehr Erfolgen und diese machen glücklich und zufrieden.
Andersherum gesagt: Warum soll ich mich überhaupt zum Lernen hinsetzen, wenn ich es nicht behalten kann?
Aus dieser Misere kann mit gezielten Programmen, Übungen und Anleitung der Eltern, die dann die Unterstützung zu Hause geben, geholfen werden.
Frust beim Lernen muss nicht sein!

Elternberatung

Es ist uns ein besonderes Anliegen, Eltern zu schulen, damit sie ihrem Kind, wenn es Not tut, immer und immer wieder helfen können. Krankenkassen haben ein Limit gesetzt und so die Hilfe durch Therapeuten begrenzt – unbegrenzt und eigentlich immer verfügbar sind die Eltern. Sie sollen mit unserer Hilfe Profis für die Problemlösung mit ihren Kinder werden. Daher bieten wir auch immer wieder Elternabende und spezielle Elternkurse an.

AD(H)S

Kinder mit AD(H)S haben Probleme mit Ihrer Aufmerksamkeit, Konzentration und Impulsivität. Damit hängen eine Menge größerer und kleinerer Probleme zusammen: Sie haben Probleme in der Schule, andere Kinder können ihr Verhalten nicht verstehen. Das macht sie traurig, auch weil sie oft Ärger bekommen, und den Eltern werden manchmal die Haare grau.

Wir haben uns auf Kinder mit diesen Symptomen spezialisiert. So können wir diese Kinder aus dem alltäglichen Chaos führen. Dabei arbeiten wir eng mit den Eltern zusammen und beziehen auch die Schule oder den Kindergarten mit ein.

In der Einzelsituation der Therapie können Eltern und Kind individuell lernen ihre Probleme zu meistern. Um auch in der Klasse erfolgreich zu sein bieten wir für unsere kleinen Profis Gruppentherapien an, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind und mit denen wir die besten Erfahrungen machen.

Teilleistungsstörungen

Unter Teilleistungsstörungen versteht man eine Schwäche des Gehirnes in einem Bereich: Beim Verarbeiten von Gesehenem oder Gehörtem; wenn das Verständnis für Mathe oder Sprachen und das Lernen dieser Bereiche besonderes schwer fällt. Dabei haben die Kinder sonst keine Einschränkungen – nur in einem ganz bestimmten Bereich brauchen sie gezielte Förderung. Diese ist wichtig, denn je älter die Kinder werden, desto komplexer und ineinandergreifender werden schulische Inhalte.

Umfeldarbeit

Das Umfeld eines Kindes sind alle Personen mit denen es Kontakt hat – also an erster Stelle die Eltern. Gleich danach stehen meist Schule und Kindergarten.

Es leuchtet sicher schnell ein, dass die Teilnahme an 45 Minuten Therapie pro Woche nicht sehr schnell zum Ziel führen kann, und dass das Kind alte Verhaltensmuster nicht von allein ablegt, nur weil die Therapeutin das gesagt hat. Schließlich sind die alten Verhaltensmuster bisher erfolgreich.

Daher sollen möglichst viele Personen in allen Bereichen in der Therapie gelernte Fähigkeiten auch abrufen. Wir wollen natürlich auch wissen, ob wir auf dem richtigen Weg sind, denn entscheidend für den Erfolg der Therapie ist doch, was das Kind im Alltag davon hat.

Also sind Eltern bei uns gern gesehen, wir beziehen sie mit ein.

Gruppentherapien

Individuelle Einzeltherapien sind wichtig um herauszufinden, wo genau ein Kind Probleme hat und welcher Ansatz ihm am besten hilft. Diese Zeit soll bei uns jedes Kind bekommen aber irgendwann sind sie meist so gut, dass die Kleinen richtig toll allein arbeiten können. Nur wie ist das dann in einem Klassenzimmer mit Lärm und unterschiedlichen Informationsquellen? Kann es dann auch mit einem anderen Kind zusammen arbeiten oder brechen dort die Strukturen ein?

Deshalb haben wir Therapieprogramme für Kinder in Gruppen umgesetzt. Der Vorteil: Sie wurden auf ihre Wirksamkeit geprüft, d.h. es gibt Daten die belegen, dass den Kindern mit bestimmen Problemen so geholfen werden kann.

Therapieangebote für Erwachsene

Ziel der ergotherapeutischen Behandlung ist immer die größtmöglichste Selbständigkeit und Unabhängigkeit, egal ob durch die Wiederherstellung des Patienten oder mit kleinen Hilfsmitteln.Welche Ziele dem Patienten wichtig sind, kann und soll er selbst bestimmen. Den Weg dorthin findet er dann gemeinsam mit einem unserer Therapeuten, der auch ganz gezielt des Umfeld mit einbezieht und informiert, so dass es eigentlich immer einen “Spezialisten” in der Nähe gibt (siehe auch: Angehörigenberatung).Um die Ziele zu erreichen greift die Ergotherapeutin auf verschiedene Behandlungsansätze zurück, wie z. B. Bobath, Affolter, oder die kognitiv therapeutischen Übungen nach Perfetti.Ob und in welchem Rahmen wir Ihnen helfen dürfen, erfahren sie bei ihrem behandelnden Arzt, er verordnet Ihnen die Therapie.Wenn es Ihnen nicht möglich ist in die Praxis zu kommen, bitten Sie Ihren Arzt um das Ausstellen der Verordnung mit Hausbesuch.

Handtherapie

Erkrankungen der Hand sind nicht selten. Sie können heute sehr gut operativ versorgt werden – wichtig ist eine gute Nachbetreuung, da nach so frischen Operationen nicht sofort wieder voll belastet werden kann und soll. Die vielen feinen Strukturen in der Hand verwachsen jedoch schnell beim Heilungsprozess, dann ist die Funktionsfähigkeit wieder eingeschränkt. Typische Erkrankungen im Bereich der Hand, denen ergotherapeutisch gut geholfen werden kann, sind Zustand nach traumatischer Schädigung oder operativer Versorgung, Mb. Dupuytren, Mb. Sudeck, Nervenverletzungen.

Orthopädie

Die Ergotherapie behandelt im Bereich der Orthopädie / Traumatologie Menschen mit Störungen des Bewegungsapparates, also der Knochen, Muskeln, Nerven und Gelenke.

Der Patient soll lernen in allen Bereichen seines Alltags selbständig leben zu können. Natürlich gehört dazu zu wissen, wie man sich schonend und so schmerzarm wie möglich bewegt und seine Kräfte nutzt, um weitere Schäden bei degenerativen Erkrankungen zu vermeiden.

Wir wollen:

  • die Beweglichkeit wieder herstellen,
  • die Muskulatur kräftigen,
  • den Einsatz beider Hände so selbstverständlich wie möglich machen.
  • Kann kein “normaler” Zustand hergestellt werden, dann können wir mit Hilfsmitteln oder kleinen Kniffen ein Selbstständig-Sein näher bringen, was besonders wichtig für das Selbstbewusstsein der Patienten ist.

Neurologie

Neurologische Erkrankungen und Verletzungen sind sehr komplex und der Heilungsprozess ist meist langsam und selten.

Wir können die Heilung trotzdem unterstützen, um Folgeschäden zu vermeiden, den Alltag selbständig meisterbar zu machen und Schmerzen zu lindern und zu vermeiden.

Unsere Ziele können sein: Funktionen von gelähmten Körperteilen wiederherzustellen, oder das Erspüren zu erleichtern, oder auch Gehirnfunktionen (Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis oder Lese- Sinn- Verständnis) zu stärken. Weiterhin kann das Zurechtkommen mit der neuen Situation kann ein Schwerpunkt der Therapie sein.

Beispiele für Erkrankungen bei denen wir unterstützen können sind:

  • Schlaganfall
  • Schädel- Hirn- Verletzungen (z.B. nach Unfall)
  • Rückenmarksverletzungen und -erkrankungen ( z.B. Querschnittlähmung)
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Polyneuropathie u.a.

Psychiatrie / Psychosomatik

Auch hier spielt die Rückführung in ein sozial normales Leben die entscheidende Rolle bei der Zielsetzung in der Therapie.

Die Belastbarkeit der Patienten soll verbessert werden. Wir können engmaschiger als Psychologen auf die alltäglichen Probleme eingehen und diese begleiten sowie Sinngebung und -findung begleiten.

Geriatrie

Der Arbeitsbereich der Ergotherapie in der Geriatrie wird durch das umgrenzte Alter der Patienten und die damit einhergehenden, altersbedingten körperlichen und geistigen Einschränkungen bestimmt. Ebenso beeinflussen gesellschaftliche Faktoren wie z. B. das grundsätzliche Ansehen alter Menschen in ihrem sozialen Umfeld, oder die Tendenz zur institutionellen Betreuung von Pflegebedürftigen die Arbeit sehr stark.

Alte Menschen leiden darunter, dass ihre Fähigkeiten nachlassen, sie an vielen Erkrankungen leiden und sich trotzdem immer mehr in ihrem Umfeld verändert (Verlust des Partners oder der Wechsel in eine betreute Wohnform).

Es ist uns daher wichtig, alles was noch machbar ist, auch zu erhalten, den Geist und den Körper wieder zu fordern, so dass der soziale Kontakt nicht abreißt oder wieder ein Teil des Lebens wird.

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